Rückspiele in der EuropaLeague IA

Von Klosterteufel

Die Zwischenrunde ist gespielt. Kein Team muss in die Verlängerung. Das Achtelfinale in der Europa-League bei der IA-Variante in der DFL-Kicker-Managerliga ist komplett. Überraschungen blieben weitgehend aus. 15 der 16 Sieger aus den Hinrundenspielen kamen über die Gesamtwertung auch weiter. Nur der FC Zbrojovka Brünn konnte die knappe 25:27 Hinspiel-Niederlage gegen Ruch Chorzow durch einen 31:14 Rückspielsieg noch drehen. Dadurch ist Manager fohlen der einzige Coach dieser Zwischenrunde, der mit seinem Team einen Rückstand aufholte und mit einem Gesamtergebnis von 56:41 im Achtelfinale steht.
Die Rückspiele konnten auf allen Plätzen nicht an das Niveau der Hinspiele anknüpfen. Während es in den Hinspielen in den 16 Stadien noch 1366 Punkte zu bejubeln gab, lag die Quote in den Rückspielen bei mageren 734 erspielten Punkten. Kein Wunder also, dass viele Manager richtig sauer waren, dass einige Bundesligatrainer gerade jetzt, wo es für sie um alles ging, die Rotationsmaschine anwarfen. Zudem brachten einige Kicker, die sonst als zuverlässige Punktebringer gelten, nicht die gewohnten Leistungen auf den Platz. Das erklärt das maue Gesamt-Ergebnis in den Rückspielen und verhinderte dadurch bei einigen den Wunsch, die Hinspielpleite noch zu korrigieren.
Davon auszuschließen sind die Teams GIF Sundsvall, FC Vestsjaelland und RNK Split. Sie bezogen in den Hinspielen schon mächtig Prügel. Der Wuppertaler SV, FC Liverpool und FC Valenciennes konnte daher auch, trotz ,,großer Rotation“, beruhigt ins Rückspiel gehen. Der WSV aus der 1. Bundesliga zeigte in zwei Spielen beim 111:35 dem schwedischen Vertreter aus Sundsvall ebenso klar die Grenzen auf, wie Englands FC Liverpool mit 107:35 dem dänischen Club aus Vestsjaelland. Nicht ganz dreistellig, aber mit 95:30 dennoch hoch überlegen warfen die Franzosen vom FC Valenciennes den kroatischen Vertreter RNK Split aus dem Wettbewerb. Wie sich die beiden Ergebnisse aus Hin- und Rückspiel dieser Zwischenrunde im Einzelnen zusammen addieren, kann man auf der Homepage kompakt in der Tabelle ansehen. Sie werden diesbezüglich hier im textlichen Bereich nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben, um den Bericht nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Mit 181 Gesamtpunkten fand die torreichste Paarung dieser Zwischenrunde zwischen Atlético Madrid und dem AZ Alkmaar statt. Dabei setzten sich die spanischen Los Rojiblancos mit einem Gesamtergebnis von 101:80 gegen den niederländischen Tabellenvierten durch. Die Spanier konnten dabei beide Spiele siegreich gestalten und ziehen ins Achtelfinale ein. Ein Trost für Alkmaar könnte sein, dass man mit 80 Punkten vier anderen Siegern punktemäßig überlegen war. Aber diese Spanier, die in der Liga bisher so große Schwierigkeiten besitzen, wuchsen in diesem Wettbewerb erneut über sich hinaus und waren einfach zu stark.
Von großem Los-Pech sprach man vor dieser Zwischenrunde im englischen Leicester City. Der norwegische Tabellenführer Viking Stavanger wurde als Gegner zugelost. Nun galt es für die Engländer zu zeigen, ob die großartigen Auftritte in der Europa-League, seine Fortsetzung finden würden. Doch beide Lager konnten die Vorschusslorbeeren, die sie mit in die Partie brachten, nicht so recht auf den Platz bringen. Weder Leicester als ,,Spielverderber“ in der EL, noch Stavanger als Tabellenführer seiner Liga. So ziehen die Norweger mit 74:50 im Gesamtergebnis ins Achtelfinale, ohne dabei ihr wirkliches Leistungsvermögen aufzeigen zu müssen.
Italien wird nicht nur bei der diesjährigen WM in Russland fehlen, sondern hat nun auch sein letztes Schäfchen bei der DFL-IA-Variante in der Europa-League verloren. Der CFC Genua 1893 hat es nicht geschafft, die 49:67 Hinspiel-Niederlage zu korrigieren. Im Gegenteil. Auch das Rückspiel ging mit 21:29 verloren. So werden nach dem 70:96 Gesamtergebnis ab dem Achtelfinale keine Tifosi-Schlachtgesänge mehr zu hören sein. Aber dafür gibt es ausreichend Ersatz. Die irischen Fans waren bisher nicht minder laut und werden sicher in Scharen auch nach Russland einreisen wo der ZSKA Moskau das ,,nächste Opfer“ sein soll. Ob sie dabei mit ihrem berühmten Schlaflied ,,Twinkle Twinkle Little Star“, das sie für ein Baby in einer Straßenbahn spontan kreierten, versuchen ihren Gegner ,,einzuschläfern“ oder ihr noch berühmteres ,,The Fields of Athenry“ auspacken, mit dem sie bei der EM Spanien mit 4:0 vom Platz gefegt haben, bleibt vorerst noch das Geheimnis von Finn Harps.
Erneut nicht geglänzt, aber eine Runde weiter ist auch der belgische Tabellenführer Royal Exel Mouscron. Durch das 20:20 im Rückspiel gegen Hertha BSC Berlin war der 4 Punkte Vorsprung aus dem Hinspiel ausreichend, um sich fürs Achtelfinale einzutragen. Dort geht es nun gegen den FC Liverpool, der in dieser Zwischenrunde mit 107 erzielten Punkten voll überzeugen konnte. Die ,,belgischen Königskicker“ hatten mit 51 Punkten nicht einmal die Hälfte erreicht. Somit dürfte klar sein, dass, sollte der Geheimfavorit weiterhin nicht seine besten Pferde an den Start bringen, dies ein Scheitern für den erfolgsverwöhnten Club aus Belgien im Achtelfinale nach sich ziehen könnte.
Auf Wiedersehen heisst es schon jetzt für den englischen Top-Club Manchester City. Zu den 24 Punkten Rückstand aus dem Hinspiel gesellten sich noch 9 weitere im  Rückspiel hinzu. So war das Ausscheiden gegen ZSKA Moskau nicht zu verhindern. Mit 93:60 ziehen die Russen somit recht deutlich ins Achtelfinale ein. Vor beiden Partien war man von einem Duell auf Augenhöhe ausgegangen, nachdem beide Teams in ihren Ligen auf ähnlichem Niveau im Mittelfeld ihrer Liga-Tabellen zu finden waren. Aber Pokalspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Oder sollte die Premjer Liga, wie Russen-Chefin Chatty immer wieder behauptet, doch eine der stärksten und härtesten Ligen in der DFL sein?
Dieser These aber widerspricht Dynamo Moskau. 25 Punkte aus Hin- und Rückspiel bedeuten die geringste Ausbeute aller 32 Teams, die sich über die Vorrunde für diese Zwischenrunde qualifiziert hatten. Nutznießer dieser mageren Ausbeute war der portugiesische Club GD Estroil Praia. Nach dem klaren 39:5 aus dem Hinspiel wurde das Rückspiel zwar nur knapp mit 22:20 gewonnen, was aber locker ausreichte, um das Ticket fürs Achtelfinale zu buchen. Dabei hat sich der Tabellenzweite aus Portugal wohl bewusst zurückgehalten. Denn unbestätigten Meldungen zufolge sollen sich einige Offizielle vom kommenden Gegner, dem norwegischen Spitzenreiter aus Viking Stavanger unter die Fans im Estádio António Coimbra da Mota gemischt haben, um die Taktik der Gastgeber schon in dieser Zwischenrunde zu studieren. Durch diese Konstellation ergibt sich bei der DFL in der EL 2017/18 ein echtes Hammerduell im Achtelfinale. Das sich in der nächsten Saison eine Klasse höher gar wiederholen könnte. Denn beide Teams sind derzeit in ihrer Liga klar auf CL-Kurs. Beide Spiele im Achtelfinale sind bereits ausverkauft. Nur wenige Minuten nach Bekanntgabe der Auslosung, waren alle verfügbaren Tickets vergriffen. Zwei Manager aus der DFL konnten sich dafür exklusive Tickets ergattern. Winheld und Silverblue dürfen die spannende Paarung live an der Seitenlinie verfolgen, während viele andere Kollegen/innen nur an den Fernsehgeräten mitfiebern dürfen.
Das weitere Geschehen vorm Fernseher verfolgen muss auch Sporting Lissabon. Nach dem 31:45 aus dem Hinspiel folgte mit einem ernüchternen 9:16 das endgültige Aus in diesem Wettbewerb. Während im Lager der Portugiesen noch immer gerätselt wird, wie es zu dieser schwachen Leistung des Viertplatzierten der Primeira Liga gegen den ,,Stimmungskiller“ der EL, Wexford Youths kommen konnte. Die Iren befinden sich nämlich noch immer im Abstiegskampf in der Liga und haben nur ein geringes Polster auf den Nichtabstiegsplatz zu verzeichnen. Aber gerade im Pokal sorgen solche Ereignisse/Ergebnisse in der DFL für zusätzlichen Reiz. Nachdem in den Ligen die Gesamtwertung zählt, bilden die Head-to-Head Duelle in den verschiedenen Pokalvariationen bei der DFL jedes Jahr eine willkommene Abwechslung zum Liga-Alltag.
Auf den Liga-Alltag beschränken kann sich ab sofort auch Panionios Athen. Der Tabellenzweite aus Griechenland hat es nicht geschafft, sich gegen die SpVgg Greuther Fürth zu behaupten. Nach der 41:52 Hinspielniederlage ging gegen den Bundesligisten auch das Rückspiel mit 7:22 verloren. Während nach dem Hinspiel noch eine leichte Hoffnung zu verzeichnen war, wich diese nach der bitteren Pleite der Enttäuschung. Mit 7 Punkten war Athen zudem das punktschwächste Rückspiel-Team. Der SpVgg wird es egal sein, die dadurch mit einer ebenfalls nicht berauschenden Leistung im Rückspiel locker eine Runde weiter kam. Der Lohn fürs Weiterkommen: Atlético Madrid. Nun gilt es für die Griechen, den Frust schnell abzulegen, um nicht auch noch den Anschluss an die Tabellenspitze in der Liga zu verlieren.
Eine packende und bis zuletzt umkämpfte Partie bot das Aufeinandertreffen zwischen Kasimpasa Istanbul und Stoke City. Mit dem glücklicheren Ende für die Engländer. Nach dem 51:46 Erfolg aus dem Hinspiel reichte dem Team aus dem Mutterland des Fußballs ein 31:31, um gegen starke Türken zu bestehen. Mit dieser Moral sollte es möglich sein, den kommenden Gegner aus Brünn nicht nur Paroli zu bieten. Kasimpasa hat sich mit dieser Leistung würdevoll aus dem Wettbewerb verabschiedet und sich dadurch viel Anerkennung erworben.
Durch eine eher passiv ausgeführte Spielkontrolle schaffte es der Karlsruher SC mühelos, auch das zweite Spiel gegen die Glasgow Rangers erfolgreich zu bestreiten. Nach dem 51:41 Spektakel aus dem Hinspiel, waren die Badener gegen die Schotten vornehmlich darum bemüht, die Stärken der Rangers aus dem Spiel zu nehmen. Dies schlug sich natürlich auf das Ergebnis nieder, wobei der 25:12 Sieg in keiner Weise geschmälert werden soll. Denn nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel will auch solch eine Taktik erst einmal zum Erfolg gebracht werden. So kommt es in der nächsten Runde zum internen Spitzen-Duell aus der 1.Bundesliga. Der aktuelle Tabellenzweite Wuppertal erwartet dann den derzeitigen Tabellenvierten aus Baden. Ein weiteres Hammerduell, das sicher viele Anhänger haben wird.
Rückspiel knapp verloren. Hinspiel klar gewonnen. Nach diesen sechs Worten zu urteilen gab es in dieser Partie keinen eindeutigen Sieger. Stimmt. Je ein Sieg steht auf der Habenseite. Die sechs Worte aber sagen auch aus, dass es dennoch einen Gewinner geben muss. Sein Name. Galatasaray Istanbul. Der Unterlegene kommt aus Belgien und heißt KV Mechelen. Der alles in die Waagschale warf, um für eine kleine Sensation zu sorgen. Zu mehr als einem Achtungserfolg aber reichte es beim 39:33 Sieg nicht. Das Hinspiel ging mit 30:49 verloren und somit stehen die Türken im Achtelfinale.
Dieses komplettiert der FK Mlada Boleslav. Nach dem klaren 53:18 Hinspiel-Erfolg war eigentlich kein anderer Ausgang mehr erwartet worden. Da die Portugiesen von Sporting Braga mit der gleichen Punktzahl von 18 erneut nicht überzeugen konnten, war schnell klar, dass auch eine gemäßigte Vorstellung und 32 Punkten des böhmischen ,,Provinzclubs“ ausreicht, um sicher eine Runde weiter zu kommen. Dort wartet nun der Stimmungskiller aus Irland, Wexford Youths.
Alle Ergebnisse, wie oben bereits erwähnt, findet Ihr kompakt in der Tabelle auf dieser Homepage. Ebenso die Paarungen des Achtelfinales. Viel Spaß und Erfolg allen noch teilnehmenden Mannschaften.
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